SHAME ON ME
   

Sonnenschein

2025






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INSTALLATION
essayfilm (16min)
mixed media / photography & text

*December 2025
 EXAMEN a script, a sketch, a show
 DOCUMENTA HALLE KASSEL

*February 2026
 IM GRÜNEN BEREICH Berlin

*June 2026
 VERLETZBARE SUBJEKTE
 AUSSTELLUNGSHALLE KASSEL

*July 2026
 48h Neukölln
 CANK BERLIN

Meine Abschlussarbeit shame on me ist eine interdisziplinäre künstlerische Auseinandersetzung mit der Emotion Scham. Durch fotografische, filmische und publizistische Arbeiten untersuche ich persönliche und gesellschaftliche Dimensionen von Scham. Ziel ist es, einen Reflexionsraum zu schaffen, der zur kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Schamgefühlen anregt und die politischen Auswirkungen die Schamgefühl auf unsere Gesellschaft zu hinterfragen.
Scham ist eine universelle Emotion, über die gesellschaftlich jedoch kaum gesprochen wird. Dabei ist eine Auseinandersetzung mit Scham dringend notwendig, insbesondere die Frage, wann Scham berechtigt und wann sie destruktiv ist. Scham entsteht, wenn wir glauben, gegen gesellschaftliche Normen verstoßen zu haben oder bloßgestellt zu werden. Problematisch wird es, wenn Menschen Scham für Dinge empfinden, für die es keinen Grund gibt – ein Phänomen, das besonders marginalisierte Gruppen betrifft - denn dann kann Scham ein Machtinstrument werden. Ich möchte mich insbesondere damit auseinandersetzen was Scham für weiblich sozialisierte, queere und chronisch kranke Menschen bedeutet. Mit meiner Arbeit möchte ich einen Gegenentwurf zu unserem heutigen Leben mit Scham schaffen. Was passiert wenn wir Scham zulassen, wenn wir gegen gesellschaftliche Normen verstoßen, als queer feministischer Akt gegen die Patriarchale Gesellschaft in der wir leben. Kann eine Auseinandersetzung mit unseren Emotionen, insbesondere Scham vielleicht ein Werkzeug sein um Hierarchien und Unterdrückungsmechanismen abzubauen?

My thesis, “shame on me,” is an interdisciplinary artistic exploration of the emotion of shame. Through photographic, cinematic, and research based works, I examine the personal and social dimensions of shame. The aim is to create a space for reflection that encourages critical engagement with one‘s own feelings of shame. Shame is a universal emotion, but one that is rarely discussed in society. Yet it is urgently necessary to address shame, especially the question of when shame is justified and when it is destructive. Shame arises when we believe we have violated social norms or been exposed. It becomes problematic when people feel shame for things for which there is no reason—a phenomenon that particularly affects marginalized groups—because then shame can become an instrument of power. I would like to focus in particular on what shame means for female-socialized, queer, and chronically ill people. With my work, I want to discuss if there is an alternative to our current life with shame. What happens when we allow shame, when we violate social norms, as a queer feminist act against the patriarchal society in which we live? Can an examination of our emotions, especially shame, perhaps be a tool for dismantling hierarchies and mechanisms of oppression?